Du musst nicht den ganzen Berg schaffen.
Dein nächster Schritt genügt.
Wenn ich heute auf diese Geschichte zurückblicke, muss ich manchmal selbst schmunzeln. Denn ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet ein ganz normaler Morgen und ein Instagram-Post meinen Blick auf meinen Körper, auf Bewegung und auf kleine Schritte so verändern würden.
In diesem Blogartikel nehme ich dich mit auf diese Reise.
Du wirst erfahren,
✨ weshalb Vertrauen manchmal wichtiger ist als Motivation,
✨ wie kleine Schritte dein Leben verändern können,
✨ warum in dir oft viel mehr steckt, als du selbst glaubst und
✨ warum große Ziele oft viel kleiner werden, wenn du aufhörst, nur auf den Gipfel zu schauen.
Wie ein Instagram-Post alles veränderte
Vielleicht kennst du solche Momente auch.
Das Frühstück ist gegessen, der Kaffee noch nicht ganz ausgetrunken und du schaust nur mal eben aufs Handy, um zu sehen, was es Neues gibt.
Genau so begann dieser Morgen für mich.
Während ich durch Instagram scrollte, blieb ich plötzlich an einem Beitrag hängen.
Es war ein Beitrag der DMSG Deutschland über THE MAY50K. Bis dahin hatte ich davon noch nie gehört.
Ich hielt inne und begann zu lesen.
Die Kraft einer weltweiten Gemeinschaft
THE MAY50K ist viel mehr als eine Bewegungs-Challenge. Es ist eine internationale Spendenaktion zugunsten der Multiple Sklerose-Forschung, bei der Menschen aus vielen Ländern gemeinsam Kilometer sammeln, um Hoffnung, Forschung und neue Behandlungsmöglichkeiten möglich zu machen.
Weltweit leben heute über 2,9 Millionen Menschen mit Multipler Sklerose. Hinter THE MAY50K haben sich die DMSG, die MS International Federation, die britische MS Society, MS Ireland und viele weitere internationale MS Organisationen zusammengeschlossen. Gemeinsam verfolgen sie ein Ziel, die Forschung voranzubringen und das Leben von Menschen mit MS nachhaltig zu verbessern.
Forschung kennt keine Ländergrenzen. Jede neue Erkenntnis, jede Studie und jede Verbesserung von Behandlungsmöglichkeiten kann Menschen mit MS überall auf der Welt zugutekommen.
Mit jedem gesammelten Kilometer werden gleichzeitig Spenden für die Forschung gesammelt. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob jemand fünf oder fünfzig Kilometer schafft.
Jeder einzelne Schritt zählt.
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Je weiter ich den Beitrag las, desto mehr begann etwas in mir zu arbeiten. Ich musste an all die Menschen denken, die wie ich mit MS leben. Jeder von uns bringt die eigene Geschichte, die eigenen Hoffnungen und Herausforderungen mit.
Tja, und was dieser Beitrag schließlich in mir auslöste, hätte ich nie und nimmer für möglich gehalten.
Mitten in all diesen Gedanken spürte ich auf einmal einen ganz klaren Impuls.
„Warum unterstütze ich die MS-Forschung eigentlich nicht selbst?“
Je länger ich diesem Impuls nachspürte, desto klarer wurde mir, dass er nicht von ungefähr kam.
Ich lebe mit der sekundär progredienten Form der Multiplen Sklerose (SPMS).
Das bedeutet, dass sich meine Einschränkungen ganz langsam und schleichend verändern. Lange Zeit gab es für diese Verlaufsform kaum Behandlungsmöglichkeiten. Genau deshalb berührte mich diese Aktion so sehr.
Ich wollte nicht einfach nur Kilometer sammeln.
Ich wollte mit jedem einzelnen Schritt einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Forschung möglich wird. Für mich, für alle Menschen mit MS und für die, die ihre Diagnose vielleicht erst morgen erhalten.
Manchmal sind 50 Kilometer viel mehr als nur eine Zahl
Ich meldete mich auf der Startseite von THE MAY50K mutig an und erstellte mein persönliches Profil mit einem Foto von mir, meinem Ziel von 50 Kilometern und meinem Spendenziel.
Trotzdem musste ich immer wieder bei dieser Zahl schlucken. Denn ehrlich gesagt wusste ich selbst, dass diese Kilometer für mich nicht einfach nur „ein bisschen Bewegung“ bedeuteten.
Jeder einzelne kleine Schritt im Laufe eines Tages wird dabei zu einem großen Ganzen. Mal Fahrradfahren bei der Physio, mal Nordic Walking durch den Park, mal Arztbesuche oder einfach die vielen Wege im Alltag, die oft niemand sieht.
Jeder einzelne Kilometer steht für Mut, Vertrauen und all die kleinen Schritte, die unglaublich viel Kraft kosten können.
Ich postete hierüber gleich ein Reel auf Instagram.
Kennst du diesen Moment, in dem du etwas aussprichst oder mit anderen teilst und es sich plötzlich ganz anders anfühlt? Genauso war es bei mir. Jetzt gab es kein Zurück mehr.
Und darauf meldete sich prompt mein Sohn.
Er schrieb mir sinngemäß: „Weißt du eigentlich, wie viel 50 Kilometer auf den ganzen Mai gerechnet sind? “
Ganz ehrlich? Ich hatte ja nur diese große Zahl gesehen. Diese 50 Kilometer.
Also fing ich an zu rechnen: 50 Kilometer auf 31 Tage. Das sind ungefähr 1,6 Kilometer am Tag.
In diesem Augenblick veränderte sich mein Blick auf die ganze Challenge.
Ja, wirklich. Es war mein erster Aha-Moment.
Aus dem riesigen Berg wurden auf einmal viele kleine Hügelchen für jeden Tag.
Plötzlich ging es gar nicht mehr um diese große Zahl. Es ging nur noch um den heutigen Tag und das, was für mich möglich war.
Auf einmal fühlte sich das Ganze machbar an. Voller Zuversicht und mit einem Lächeln erhöhte ich mein persönliches Ziel nun sogar auf 75 Kilometer.
Von da an ging ich einfach los.
Mal war es eine kleine Runde. Mal kamen durch die Physiotherapie oder einen Weg im Alltag ein paar Kilometer dazu. An manchen Tagen fühlte ich mich richtig gut und an anderen zeigte mir mein Körper ganz deutlich, dass er es etwas langsamer angehen wollte.
Aber das spielte plötzlich gar keine so große Rolle mehr. Ich ging einfach weiter. Nicht jeden Tag gleich weit, aber immer wieder ein kleines Stück.
Irgendwann dachte ich gar nicht mehr ständig darüber nach, wie viele Kilometer am Ende zusammenkommen würden. Ich freute mich einfach über jeden Kilometer, der dazukam, und über jedes kleine Hügelchen, das schon hinter mir lag.
Bis zu diesem einen Morgen, an dem ich selbst zweimal hinschauen musste.
50 Kilometer geschafft und plötzlich war alles anders
Am Morgen war ich wieder bei meiner Physiotherapie. Eine Stunde Gleichgewichts- und Krafttraining stand auf dem Programm. Natürlich durfte auch das Fahrradfahren nicht fehlen.
An diesem Tag kamen daraufhin noch einmal drei Kilometer dazu.
Als ich später zu Hause meine Kilometer wie gewohnt in mein THE MAY50K-Profil eintrug, war es plötzlich soweit.
50 Kilometer.
Hey… ich hatte tatsächlich schon die 50 Kilometer geknackt. 😄❤️
Und wisst ihr was? Es war gerade einmal der 13. Mai und noch nicht einmal Halbzeit.
Ich musste sofort an den Moment zurückdenken, als ich vor diesen 50 Kilometern saß und dachte: "Wie soll ich das denn schaffen?"
Heute musste ich über mich selbst schmunzeln.
Noch vor ein paar Tagen hatte ich diese 50 Kilometer für fast unmöglich gehalten. Und nun hatte ich mein ursprüngliches Ziel tatsächlich erreicht.
Mein zweiter Aha-Moment machte mir etwas ganz anderes bewusst.
Nicht die Challenge hatte sich verändert. Ich hatte mir selbst bewiesen, dass oft viel mehr in mir steckt, als ich glaube. Mit jedem kleinen Schritt war mein Vertrauen in meinen Körper und auch in mich selbst ein Stückchen gewachsen. Vielleicht kennst du das auch.
Du schaust auf ein Ziel und denkst sofort: "Das schaffe ich nie."- Doch was wäre, wenn du heute gar nicht den ganzen Berg schaffen müsstest?
- Was wäre dein nächstes kleines Hügelchen?
Hier fing der eigentliche Zauber meiner Challenge erst an.
Eure Unterstützung, eure Spenden für die MS-Forschung, die vielen lieben Nachrichten und euer Mitfiebern berührten mich immer wieder aufs Neue.
Es ging längst nicht mehr nur um die Kilometer. Sondern um meinen Mut, überhaupt loszugehen, um Schritt für Schritt wieder Vertrauen in meinen Körper zu fassen und die Erfahrung, dass oft viel mehr in mir steckt, als ich mir selbst zutraue...
Was ich über meinen Körper lernte
Mein Ziel war in Sichtweite und mein Ehrgeiz wurde immer größer.
Im Urlaub nutzte ich jeden Tag den Fitnessraum. Ich fuhr Fahrrad oder ging auf dem Laufband. Wobei „Laufband“ bei mir eher ein „Gehband“ ist. 😄 Aus den anfänglichen drei Kilometern auf dem Fahrrad wurden inzwischen sogar fünf.
Wenn du diese Fotos siehst, denkst du vielleicht:
„Wow, Simone ist einfach nur sportlich unterwegs.“
Aber weißt du was? Hinter diesen Bildern steckt eine ganz andere Geschichte.
Es gibt Tage, an denen ich voller Energie bin, mich stark fühle und richtig Lust habe, loszugehen.
Dann gibt es diese anderen Tage, an denen plötzlich schon Kleinigkeiten unglaublich viel Kraft kosten und die vielen unsichtbaren Symptome wieder stärker werden.
Es ist dieses ewige Hin und Her.
Ich wünsche mir immer, endlich wieder mehr zu schaffen und gleichzeitig habe ich Angst, meine eigenen Grenzen zu übergehen.
Und jetzt mal ganz ehrlich:
Früher dachte ich oft, ich müsste mich einfach nur mehr zusammenreißen nach dem Motto: "Augen zu und durch".
Heute sehe ich das völlig anders.Stärke bedeutet für mich nicht mehr, permanent gegen meinen Körper anzukämpfen.
Stärke bedeutet für mich inzwischen, ehrlich hinzuspüren, Pausen zuzulassen und trotzdem Schritt für Schritt weiterzugehen.
Mein 3. Aha-Moment:
105 Kilometer später wusste ich: Es war erst der Anfang
Am Ende des Monats passierte etwas, das ich mir am Anfang kaum hätte vorstellen können.
Juhu, ich habe die Challenge gemeistert und nicht nur die 50 Kilometer, auch nicht nur die 75 Kilometer, sondern sogar 105 Kilometer geschafft. 🏆

Wenn du schon lange denkst "Wie soll das gehen?", dann:
Mir wurde irgendwann klar, dass ich die Erfahrungen und Erkenntnisse dieser Reise mit dir teilen möchte.
So wurde aus meiner eigenen Reise ein Herzensangebot für dich:✨ Die Kunst der kleinen Schritte - 14 Tage voller neuer Möglichkeiten
Wenn du neugierig geworden bist und selbst erleben möchtest, was kleine Schritte verändern können, dann lade ich dich von Herzen ein, mitzukommen.
Hier findest du alle Informationen:
Denn manchmal verändert sich unser Leben nicht durch den einen großen Schritt, sondern durch viele kleine Schritte, die wir uns vorher gar nicht zugetraut hätten.
❤️ Du musst nicht den ganzen Berg schaffen. Dein nächster Schritt genügt.
Genau hier beginnt oft etwas ganz Wundervolles. ❤️✨
Von Herzen
Simone
Ein kleiner Ausblick:
Diese Reise endet für mich nicht mit den 105 Kilometern. Ich habe mich inzwischen als MS-Botschafterin für THE MAY50K 2027 bei der DMSG beworben. Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen Teil dieser weltweiten Bewegung werden und wir gemeinsam Hoffnung und Forschung Schritt für Schritt weiterbringen. ️
P.S. Wenn du künftig Neuigkeiten, Gedankenfunken oder besondere Einladungen erhalten möchtest,
dann trag dich gern in meinen magischen Seelenpost-Newsletter ein.
Was sind deine Gedanken dazu? Schreib mir gerne einen Kommentar.